Ein Baurecht für Sozialwohnungen

"Es geht uns gut, aber bitte baut doch woanders" - so könnte der einvernehmliche Tenor von einigen Mietern und der BGL (Bürgergemeinschaft Langenfeld) lauten, wenn man die letzten Monate betrachtet. Es scheint ihnen der Solidargedanke unserer Genossenschaft verloren gegangen zu sein. Um der tatsächlichen Fakten willen möchten wir anhand der nachfolgenden Chronolgie der Berichterstattung der Rheinischen Post, auch unsere Sicht der Dinge  darstellen. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur Klärung des Sachverhaltes zu leisten und möchten bei unseren Mitgliedern und den Langenfelder Bürgern für das Projekt "Schaffung von sozialem Wohnraum" für den Bauverein werben.

Wolfgang Paumen im Dezember 2017


 


Ein Faktencheck zum Planungsobjekt Sozialwohnungen im Martinsviertel

"Es geht uns gut, aber bitte baut doch woanders" - so könnte der einvernehmliche Tenor von einigen Mietern und der BGL (Bürgergemeinschaft Langenfeld) lauten, wenn man die letzten Monate betrachtet. Es scheint ihnen der Solidargedanke unserer Genossenschaft verloren gegangen zu sein. Um der tatsächlichen Fakten willen möchten wir anhand einer Chronolgie der Berichterstattung der Rheinischen Post, auch unsere Sicht der Dinge  darstellen. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur Klärung des Sachverhaltes zu leisten und möchten gleichzeitig bei unseren Mitgliedern und den Langenfelder Bürgern für das Projekt "Schaffung von sozialem Wohnraum" für den Bauverein werben.

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Wolfgang Paumen im Dezember 2017

Streit zwischen Stadt und Bauverein eskaliert

RP Langenfeld (31.01.2018)

Bürgermeister will das Bebauungsplanverfahren stoppen
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Unser Kommentar

Schauen wir uns einmal die Begründung des Bürgermeisters an, weshalb er nunmehr der von der BGL initiierten Verhinderungspolemik folgen möchte und damit ein Kontingent von etwa 56% an "kurzfristig" realisierbaren Sozialwohnungen gefährdet, die u.a. seine eigene Fraktion im Strategiekonzept "Wohnen 2025" beschlossen hat. Hilfreich in solchen Fällen ist eine Synopse:

 

Behauptung Bürgermeister im o.a. Artikel der RP Stellungnahme Bauverein Langenfeld eG
Das im vergangenen Jahr von der Stadtverwaltung aufgestellte und von der Politik beschlossene Strategiekonzept 2025 sieht in dem Bereich zwischen Martinstraße und Richrather Straße sozialen Wohnungsbau für 28 bis 36 Wohneinheiten vor.

Soweit fast richtig. Interessant ist jedoch, was unerwähnt bleibt.
Das ursprünglich vom BVL vorgelegte und vom Rat in das Strategiekonzept übernommene Planungskonzept ging von 4 Häusern im nördlichen Teil des besagten Grundstücks aus (bis zur Gasleitung). Also 4 Häuser auf 2800 m². In diesen 4 Häusern könnten je nach Größe der Wohnungen 28 bis 36 Sozialwohnungen realisiert werden.

Aus Sicht des Bürgermeisters dagegen sorgte die vergrößerte Version des eigentlich ausschließlich für Sozialwohnungen festgeschriebene Wohnungsbau-Vorhabens für verständlichen Unmut in der Nachbarschaft. Gleichwohl will Schneider am Bau von Sozialwohnungen in einem für das Umfeld größenverträglichen Maß festhalten.

Das aktuell vom Bauverein favorisierte und beworbene Konzept entspreche nicht mehr der Grundlage, auf der die Stadt seinerzeit den Aufstellungsbeschluss für das Bebaungsplanverfahren gefasst habe. Das "überdimensionierte Projekt" des Bauvereins sei nicht tragbar, eine Fortsetzung des Bebauungsplanverfahrens daher sinnlos.

 

Wie sieht diese "vergrößerte", "überdimensionierte Version" aus?
Statt auf 2800 m² 4 Häuser zu errichten, bat der Bauverein um Genehmigung, auf 5000 m² 5 Häuser zu errichten. Wieso das zu einer höheren Verdichtung führen soll, bleibt ein uns unauflösbares mathematisches Geheimnis.

Warum möchte der Bauverein auch freifinanzierte Wohnungen auf diesem Gelände?

  1. Wir möchten mit einer gemischten Bebauung, also 28-36 Wohnungen als Sozialwohnungen und ca. 14 Wohnungen als freifinanzierte Objekte erreichen, dass wir die Fehler einiger Städte in der Vergangenheit vermeiden und mit dieser "Mischbebauung" einer "Ghettoisierung" vorbeugen (eine auch von der Bürgerinitiative geäußerte Befürchtung).
  2. Die sehr niedrigen und mit einem Verlustrisiko für die Genossenschaft verbundenen Mieten der Sozialwohnungen können zumindest teilweise durch die höheren Mieten in den freifinanzierten Wohnungen kompensiert werden.

Zugabe: Unser Senf Zum Wochenende

RP Langenfeld (26.01.2018)

Langenfelds prominenteste Brache ist die Kö
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Unser Kommentar

Es scheint, dass niemand mehr richtig zuhören möchte. Getreu dem Motto: "Bitte störe meine vorgefasste Meinung nicht mit Tatsachen" berichtet die RP völlig am Thema vorbei. Was ist geschehen? -
Der Planungs- und Umweltausschuss des Rates der Stadt Langenfeld bittet den Geschäftsführer des Bauvereins um eine Vorstellung des Unternehmens auf einer öffentlichen Ratssitzung. Vorgegebenes Thema des Ausschusses: "Arbeit und wohnungspolitische Ausrichtung" des Bauvereins. Genau das wurde dem Gremium und den anwesenden Bürgern von Herrn Dedeck vorgetragen. Allen Anwesenden, die dem Vortrag inhaltlich folgten, haben verstanden, dass der Bauverein sich aus seiner Tradition heraus dem preiswerten Wohnraum verpflichtet fühlt und diese Geschäftspolitik auch weiterführen möchte. Diesen Vortrag dann auf das Thema "Kö" zu reduzieren, das ausdrücklich vom Rat nicht Thema des Vortrages sein sollte, ist von unserer Seite aus absolut nicht nachvollziehbar und spricht nicht für eine faire und ausgewogene Berichterstattung.
Weiterhin behauptet die RP, dass niemand im Saal so richtig schlau daraus geworden sei, was die an der Leinwand projizierte Binsenweisheit "auf teurem Grund und Boden wächst kein preiswerter Wohnraum" bedeute. Dann hier einmal für die RP im Klartext: die "Kö" war teuer, denn sie wurde im Jahre 2004 erworben, das Gelände an der Martinstr. ist preiswert (Anschaffungskosten 55 Pfg./m²!). Dass ist einer der Gründe, die das Bauen von preiswertem Wohnraum an dieser Stelle geradezu erforderlich macht. Die abschließende Schlussfolgerung, dass der Bauverein nach 13 Millionen Investitionen in Modernisierungsmaßnahmen nicht "flüssig sei" und deshalb bei der "Kö" auf Fördermittel angewiesen sei, ist völlig daneben. Denn noch einmal: es geht bei der "Kö" nicht um öffentlich geförderten Wohnraum. Der lässt sich dort nicht realisieren und ist auch so nie geplant gewesen.
Uns drängt sich mittlerweile der Eindruck auf, dass wirtschaftliche Argumente schlicht ignoriert werden. Es wäre sehr zu wünschen, dass in der Kausa "Sozialwohnungen an der Martinstraße" bei allen Beteiligten endlich einmal wieder der Sachverstand Einzug hält und über das dortige Baurechtsverfahren, das uns die Stadt angeboten hatte (!), gesprochen wird. Alles andere ist reine Polemik und ein Ablenkungsmanöver derjenigen, die dieses Baurecht zu Fall bringen möchten - und damit den Bau von bis zu 36 Sozialwohnungen gefährden - mehr als 50% der im Konzept "Wohnen 2025" vom Rat der Stadt beschlossenen Planung für den kurzfristig realisierbaren sozialen Wohnungsbau..


 

Zugabe: Unser Senf Zum Wochenende

RP Langenfeld (2.12.2017)

Rapport erzürnt BVL-Chef
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Unser Kommentar

Wir finden unsere Stellungnahme im Text der RP kaum mehr wieder. Zwar pickt man sich dort einige kleine Passagen heraus und fügt sie dann in einen Kontext, der den kritischen Standpunkt der Gegeninitiative hervorhebt. Das Anliegen des Bauvereins, das in seiner Stellungnahme dezidiert beleuchtet wird, lässt man - vermutlich weil zu lang - jedoch fast komplett unter den Tisch fallen. Dafür interpretiert man genüsslich in die Stellungnahme hinein, dass der öffentliche Druck dem BVL-Chef nicht schmecke. Das ist doch wohl klar: nicht jedem schmeckt der Senf am Wochenende, den die RP ungefragt und sinnenstellend auftischt. Was dem BVL-Chef aber in der Tat nicht schmeckt, ist nicht der angeblich öffentliche Druck. Vielmehr ist es die undifferenzierte und reißerische Formulierung der RP. Das wird auch in der Stellungnahme des Bauvereins an die RP deutlich - was diese natürlich nicht erwähnt, weil es ihr vermutlich ebenfalls nicht schmeckt, wenn sie selbst kritisiert wird. Damit der o.a. Artikel jedoch nicht unwidersprochen stehen bleibt, haben wir uns entschlossen, sowohl unsere Stellungnahme an die RP als auch unser Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden der Stadt Langenfeld hier zu veröffentlichen:

>>> Stellungnahme des Bauvereins zum Artikel der RP vom 2.12.2017 <<<

>>> Schreiben des Bauvereins an die Fraktionsvorsitzenden der Stadt Langenfeld <<<


 

Politik ruft Bauverein zum Rapport

RP Langenfeld (25.11.2017)

Mieterinitiative fordert Planungsstopp für Neubauprojekt im Martinsviertel.
>>> zum Artikel der RP <<<

Unser Kommentar

Was denn nun? Politik ruft zum "Rapport" - oder - wie im Artikel dann doch präziert: "Der Planungsausschuss beschloss einstimmig, BVL-Chef Huberus Dedeck um einen Bericht über die "wohnungsbaupolitische Ausrichtung" der Genossenschaft zu bitten." Sei's drum: "Rapport" oder "Bitte" - der Bauverein wird "antreten, so Herr Dedeck. Wer die Artikel bis hierher verfolgt haben sollte, wird erkannt haben, dass Aufklärung und Erklärung im jetzigen Stadium mehr als nötig ist. Angeblich soll lt. RP-Artikel der Ausschussvorsitzende Herr Georg Loer geäußert haben, dass diese Bebauung so nicht kommen würde, weil sie dem Strategiekonzept widerspreche. Also, auf den Punkt gebracht: die Bebauung eines Grundstückes des Bauvereins bei Unterschreitung des durch die Stadt vorgebenen Grenzwertes für Grundflächenzahl von 40% (nämlich 35%) und der Planung für 36 Sozialwohnungen ist nur deshalb insgesamt abzulehnen, weil zusätzlich noch 14 weitere Wohnungen, die nicht im sozialen Wohnungsbau errichtet werden sollen, geplant sind und dieses den Herren des Rates nicht rechtzeitig durch ihre eigene Verwaltung bekanntgemacht wurde? Was soll denn das nun wieder? Erst biiten die Ratsherren und -damen den "Partner" (s.o. Artikel vom 3.2.2016) Bauverein Langenfeld, eine Planung vorzunehmen und, nachdem diese - absehbar - einigen Bürgern nicht gefällt, bittet man ihn zum "Rapport". Wir finden, wie der Volksmund schon sagt: "Der Ton macht die Musik." Und hier wird der Ton nicht nur schrill, sondern auch noch unsachlich.

Deshalb hat der Bauverein auch eine Stellungnahme zu diesem Rapport-Artikel an die Rheinische Post geschickt, um seinen Standpunkt näher zu erläutern. Was dabei herausgekommen ist? Nun, wieder nur Senf: >>> vgl. Artikel vom 2.12.2017 <<<


 

Baupläne Martinstraße erhitzen weiter die Gemüter

RP Langenfeld (30.10.2017)

Am Stand der CDU in Richrath diskutierten Politiker, Bürger und auch Vertreter des Bauvereins.
>>> zum Artikel der RP <<<

Unser Kommentar

Obwohl der Bauverein seine Argumente für eine Bebauung vortrug, ließen sich die mehrheitlich der Gegeninitiative angehörenden Anwesenden nicht überzeugen. Es wurde uns sehr deutlich, dass es ihnen nicht nur um die Reduzierung des geplanten Baubestandes geht, sondern vielmehr um dessen völlige Verhinderung.


 

 

Zugabe Unser Senf Zum Wochenende - Sozialwohnungen im Martinsviertel

RP Langenfeld (28.10.2017)

Der Bauverein Langenfeld will auf seinem Gelände fünf neue Mehrfamilienhäuser an Stelle von Bäumen und Mietergärten errichten. Und stößt damit auf Widerstand.
>>> zum Artikel der RP <<<

Unser Kommentar

Wer manchmal seinen Senf zu einem Thema dazugibt, mag oft daneben liegen - so auch dieses Mal die Rheinische Post mit Ihrem oben angeführten Beitrag. So senft der nicht genannte Verfasser u.a. wie folgt: "Denn dieses Gelände ist nicht nur deutlich schöner, sondern auch um ein Vielfaches größer als ein Abstandsgrün zu sein hat. Und deshalb wollen Langenfelds Stadtverantwortliche und BVL-Chef Hubertus Dedeck dort mehrere Häuser mit Sozialwohnungen errichten." So, so, nur deshalb! Eigentlich sollte man hierauf gar nicht eingehen. Aber es ärgert schon, wenn man sich reinem Populismus ausgesetzt sieht. Lieber ungenannter Schreiber der RP: noch nicht mitbekommen, worum es geht? Es sollen 36 Sozialwohnungen und ca. 14 frei finanzierte Wohnungen  in Zentrumsnähe zur Stadt für ältere Menschen und Menschen mit Handicap errichtet werden. Dafür wird insgesamt für 5 Häuser nur ca. 35% der Freifläche in Anspruch genommen. Es wird dadurch keine Oase vernichtet. Nach Fertigstellung aller 5 Gebäude sind noch ca. 65% der "Oase" vorhanden, sie ist also nur etwas über ein Drittel kleiner geworden. Aber die Bewohner von 36 Sozialwohnungen und die der weiteren 14 Wohnungen könnten ebenfalls an der "Oase" teilhaben.

Noch eine amüsante Begebenheit nebenbei. So soll laut dem RP-Senf der Bürgermeister, Frank Schneider, folgendes geäußert haben: "Nur zwei, maximal drei Häuser sind dort verträglich." Wir können das nicht glauben, denn dann wüsste der Bürgermeister ja nicht, was seine Partei im Vorfeld bereits beschlossen hatte. Selbst die Planungsausschüsse des Rates der Stadt Langenfeld gingen ja schon von 4 Häusern aus (vgl. hier: >>> Artikel RP vom 14.6.2017<<<)


 

Nachbarn wollen Grün statt Neubauten

RP Langenfeld (24.10.2017)

Bauverein Langenfeld plant fürs Martinsviertel fünf Häuser mit Sozialwohnungen. Anwohner kritisieren Vorhaben.
>>> zum Artikel der RP <<<

Unser Kommentar

Dass die Anwohner, die einen Teil der von ihnen genutzten Gärten zugunsten der Errichtung von Sozialwohnungen aufgeben müssten, hierüber nicht glücklich sind, dafür hat sicher jeder Verständnis. Niemand gibt ohne Not liebgewonnene Privilegien auf. Hier kommt allerdings den Wörtchen "ohne Not" eine besondere Bedeutung zu. Der Stadtrat hat in seinem mehrheitlich von CDU und FDP verabschiedeten Strategiekonzept eindrucksvoll gezeigt, wie dringend Langenfeld preiswerten und sozialen Wohnraum benötigt Es tut Not! Und hier ist wieder die genossenschaftliche Solidarität gefragt, die jetzt bereits über fast 100 Jahre die Mitglieder des Bauvereins auszeichnete. Wir brauchen einen Teil dieser großzügigen Freiräume in Zentrumsnähe zur Stadt, damit dort barrierefreie, gute und günstige Wohnungen errichtet werden können. Unter dem Eindruck der von der BGL befeuerten Gegeninitiative rudern jedoch nun viele Politiker zurück.

Stadtrat beschließt raschen Bau von Sozialwohnungen

RP Langenfeld (6.7.2017)

Mit der Mehrheit von CDU und FDP hat der Stadtrat das "Strategiekonzept Wohnen 2025" beschlossen. Es ist auf eine stabile Einwohnerzahl von etwa 60.000 ausgerichtet, soll in Langenfeld den Häuserbau bis 2025 steuern und preisgünstigen Wohnraum schaffen.
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Unser Kommentar

Die RP berichtet hierzu, dass 3 Projekte von den Stadtpolitikern favorisiert würden. Diese drei Vorschläge umfassen die mögiche Errichtung von insgesamt 64 Sozialwohnungen, wovon ein Anteil von mehr als 56% durch den Bauverein Langenfeld gestemmt werden soll. Wir sind der Ansicht, dass schon diese Zahl deutlich macht, dass der von Seiten einiger Stadtpolitikerdem immer  wiederholte Vorwurf, der Bauverein solle endlich wieder preiswerten Wohnraum anbieten, völlig fehl am Platze ist. Fakt ist, dass fast alle Wohnungen des Bauvereins deutlich unter dem für Langenfeld üblichen m²-Preis liegen (nachzulesen in unseren Geschäftsberichten, die auf unserer Homepage veröffentlicht sind).


 

Hier entstehen neue Sozialwohnungen

RP Langenfeld (14.6.2017)

Drei konkrete Bauvorhaben sollen die Stadtpolitiker nächste Woche im Planungsausschuss auf den Weg bringen.
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Unser Kommentar

Die RP berichtet, dass der Bürgermeister aus 7 Vorschlägen von Investoren drei favorisiere - u.a. den des Bauverein Langenfeld. Danach seien in dem Gelände zwischen Martinstr., Richrather Str., Steinrausch und Inden Griesen 4 Mehrfamilienhäuser mit 28 bis 36 Sozialwohnungen geplant für die nun rasch, so der Bürgermeister, ein Baurecht geschaffen werden solle. Da bewegt sich doch was in Richtung sozialem Wohnraum in Langenfeld, so scheint es.


 

Stadt kurbelt Sozialen Wohnungsbau an

RP Langenfeld (19.5.2017)

Der Planungsausschuss (der Stadt Langenfeld) befürwortete mehrheitlich ein Strategiekonzept mit drei vordringlichen neuen Bauvorhaben.
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Unser Kommentar

Die RP berichtet: "Mit der Stimmenmehrheit von CDU und FDP brachte der Ausschuss ein von der Stadtverwaltung ausgearbeitetes "Strategiekonzept Wohnen 2025" auf den Weg, das in Langenfeld den Häuserbau in den kommenden Jahren steuern und preisgünstigen Wohnraum schaffen soll." Wir vom Bauverein sind überrascht weil es weiter in dem Artikel heißt, dass SPD, Grüne und BGL dem nicht hätten zustimmen können. Weiter heißt es in dem Artikel: "Wir haben den Bauverein Langenfeld und andere Investoren gefragt, was sie in Anbetracht der Nachfrage nach preisgedämpften Mietwohnungen tun können", berichtete Bürgermeister Frank Schneider."
Dem kam der Bauverein durch ein ein Antwortschreiben an den Bürgermeister unter Beifügung einer ersten - noch nicht endgültigen - Überlegung, wie man im Martinsviertel zwischen Steinrausch und In den Griesen sozialen Wohnraum errichten könnte, der den hohen energetischen Anforderungen der Baurechtsverordnungen entspricht und darüberhinaus auch wirtschaftlich vertretbar ist, nach. Der Vorschlag berücksichtigt, das der Bauverein als Genossenschaft zwar nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, dennoch vermeiden muss, dass er durch dauerhafte Verluste in finanzielle Schwierigkeiten kommen könnte.


Katholiken fordern günstigen Wohnraum

RP Langenfeld (7.9.2016)

RP-Redaktionsgespräch: Kerstin Hoffmann, Hans-Georg Ibold und Rainer Pfuhl (Katholische Arbeitnehmerbewegung)
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Unser Kommentar

Herr Ibold, stellvertretender Vorsitzender des Städteverbands Langenfeld/Monheim der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, stellt im Gespräch mit der RP folgendes fest: "Der Worte sind im Rathaus genug gewechselt. Jetzt müssen endlich konkrete Taten her.", und weiter "...unterhalb der mittleren Einkommensebene finden Menschen in Langenfeld kaum bezahlbaren Wohnraum." Dem ist sicherlich uneingeschränkt zuzustimmen. Und aus der Erfahrung mit unseren Mietern ist aus Sicht des Bauvereins noch hinzuzufügen, dass wir den Druck des demografischen Wandels innerhalb unserer Mieterschaft schon heute deutlich spüren. Das bedeutet, dass guter sozialer und barrierefreier Wohnraum in relativer Nähe zum Stadtzentrum für die zunehmende Zahl unserer älteren Mitglieder fehlt.


 

Stadt sorgt für mehr Sozialwohnungen

RP Langenfeld (3.2.2016)

"Als Folge des Flüchtlingszustroms soll ein Handlungskonzept in Langenfeld mehr preiswerten Wohnraum schaffen."
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Unser Kommentar

Dass die Stadt sich nunmehr für die Schaffung von preisgedämpften und sogar sozialem Wohnraum einsetzt, ist begrüßenswert und findet die volle Unterstützung des Bauvereins Langenfeld. Aus Sicht des Bauvereins ist folgende Aussage beachtenswert. Unter der Überschrift "Verdichtungen" findet sich folgendes: "Bauverein Langenfeld, Deutsche Wohnen und andere Eigentümer größerer Siedlungen sollen den Bau neuer Sozialwohnungen prüfen. Über Landesprogramme geförderte Neubauwohnungen wären frei vermietbar, wenn die Unternehmen in bestehenden Häusern für bis zu 20 Jahre Sozialwohnungen bereitstellen." Die Stadt sucht also in der Privatwirtschaft Partner, die Willens und in der Lage sind, neuen sozialen Wohnraum zu schaffen.
Sicherlich eine gute Sache - aber sehen wir weiter, wie sich diese Suche entwickelt und wie mit den potenziellen "Partnern" in der Folge umgesprungen wird.