Zugabe Unser Senf Zum Wochenende - Sozialwohnungen im Martinsviertel

RP Langenfeld (28.10.2017)

Der Bauverein Langenfeld will auf seinem Gelände fünf neue Mehrfamilienhäuser an Stelle von Bäumen und Mietergärten errichten. Und stößt damit auf Widerstand.
>>> zum Artikel der RP <<<

Unser Kommentar

Wer manchmal seinen Senf zu einem Thema dazugibt, mag oft daneben liegen - so auch dieses Mal die Rheinische Post mit Ihrem oben angeführten Beitrag. So senft der nicht genannte Verfasser u.a. wie folgt: "Denn dieses Gelände ist nicht nur deutlich schöner, sondern auch um ein Vielfaches größer als ein Abstandsgrün zu sein hat. Und deshalb wollen Langenfelds Stadtverantwortliche und BVL-Chef Hubertus Dedeck dort mehrere Häuser mit Sozialwohnungen errichten." So, so, nur deshalb! Eigentlich sollte man hierauf gar nicht eingehen. Aber es ärgert schon, wenn man sich reinem Populismus ausgesetzt sieht. Lieber ungenannter Schreiber der RP: noch nicht mitbekommen, worum es geht? Es sollen 36 Sozialwohnungen und ca. 14 frei finanzierte Wohnungen  in Zentrumsnähe zur Stadt für ältere Menschen und Menschen mit Handicap errichtet werden. Dafür wird insgesamt für 5 Häuser nur ca. 35% der Freifläche in Anspruch genommen. Es wird dadurch keine Oase vernichtet. Nach Fertigstellung aller 5 Gebäude sind noch ca. 65% der "Oase" vorhanden, sie ist also nur etwas über ein Drittel kleiner geworden. Aber die Bewohner von 36 Sozialwohnungen und die der weiteren 14 Wohnungen könnten ebenfalls an der "Oase" teilhaben.

Noch eine amüsante Begebenheit nebenbei. So soll laut dem RP-Senf der Bürgermeister, Frank Schneider, folgendes geäußert haben: "Nur zwei, maximal drei Häuser sind dort verträglich." Wir können das nicht glauben, denn dann wüsste der Bürgermeister ja nicht, was seine Partei im Vorfeld bereits beschlossen hatte. Selbst die Planungsausschüsse des Rates der Stadt Langenfeld gingen ja schon von 4 Häusern aus (vgl. hier: >>> Artikel RP vom 14.6.2017<<<)