Zugabe: Unser Senf Zum Wochenende

RP Langenfeld (26.01.2018)

Langenfelds prominenteste Brache ist die Kö
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Unser Kommentar

Es scheint, dass niemand mehr richtig zuhören möchte. Getreu dem Motto: "Bitte störe meine vorgefasste Meinung nicht mit Tatsachen" berichtet die RP völlig am Thema vorbei. Was ist geschehen? -
Der Planungs- und Umweltausschuss des Rates der Stadt Langenfeld bittet den Geschäftsführer des Bauvereins um eine Vorstellung des Unternehmens auf einer öffentlichen Ratssitzung. Vorgegebenes Thema des Ausschusses: "Arbeit und wohnungspolitische Ausrichtung" des Bauvereins. Genau das wurde dem Gremium und den anwesenden Bürgern von Herrn Dedeck vorgetragen. Allen Anwesenden, die dem Vortrag inhaltlich folgten, haben verstanden, dass der Bauverein sich aus seiner Tradition heraus dem preiswerten Wohnraum verpflichtet fühlt und diese Geschäftspolitik auch weiterführen möchte. Diesen Vortrag dann auf das Thema "Kö" zu reduzieren, das ausdrücklich vom Rat nicht Thema des Vortrages sein sollte, ist von unserer Seite aus absolut nicht nachvollziehbar und spricht nicht für eine faire und ausgewogene Berichterstattung.
Weiterhin behauptet die RP, dass niemand im Saal so richtig schlau daraus geworden sei, was die an der Leinwand projizierte Binsenweisheit "auf teurem Grund und Boden wächst kein preiswerter Wohnraum" bedeute. Dann hier einmal für die RP im Klartext: die "Kö" war teuer, denn sie wurde im Jahre 2004 erworben, das Gelände an der Martinstr. ist preiswert (Anschaffungskosten 55 Pfg./m²!). Dass ist einer der Gründe, die das Bauen von preiswertem Wohnraum an dieser Stelle geradezu erforderlich macht. Die abschließende Schlussfolgerung, dass der Bauverein nach 13 Millionen Investitionen in Modernisierungsmaßnahmen nicht "flüssig sei" und deshalb bei der "Kö" auf Fördermittel angewiesen sei, ist völlig daneben. Denn noch einmal: es geht bei der "Kö" nicht um öffentlich geförderten Wohnraum. Der lässt sich dort nicht realisieren und ist auch so nie geplant gewesen.
Uns drängt sich mittlerweile der Eindruck auf, dass wirtschaftliche Argumente schlicht ignoriert werden. Es wäre sehr zu wünschen, dass in der Kausa "Sozialwohnungen an der Martinstraße" bei allen Beteiligten endlich einmal wieder der Sachverstand Einzug hält und über das dortige Baurechtsverfahren, das uns die Stadt angeboten hatte (!), gesprochen wird. Alles andere ist reine Polemik und ein Ablenkungsmanöver derjenigen, die dieses Baurecht zu Fall bringen möchten - und damit den Bau von bis zu 36 Sozialwohnungen gefährden - mehr als 50% der im Konzept "Wohnen 2025" vom Rat der Stadt beschlossenen Planung für den kurzfristig realisierbaren sozialen Wohnungsbau..